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Filmempfehlung: Im Dschungel von West-Papua

Vor über zwei Jahren hatte ich hier im Blog schon einmal über die Tour meines Freundes und Tauchpartners Andrew Scourse ins Tal der Steinäxte im Hochland von West-Papua in Indonesien berichtet. Zusammen mit dem Filmemacher Burkhard Vorländer und unter Führung von Dr. Weiglein war die Gruppe auf den Spuren von Heinrich Harrer und Phil Temple unterwegs, die 1962 in einer extrem schwierigen Expedition als erste Weiße das Tal der Steinäxte erreichten. Harrer wollte dort dokumentieren, wie die noch steinzeitlichen Hochland-Papuas das Material für ihre Klingen und Steinäxte abbauen.

Burkhard Vorländer hat diese neue, ähnlich schwierige Expedition dokumentiert und man bekommt einen ungefähren Eindruck davon, was es auch heute noch bedeutet, in dieser unwirtlichen Gegend unterwegs zu sein: Es ist extrem hart und gefährlich. Andrew: “We were all too focussed on not dying, falling off the log bridges or the sides of the mountains…!” Entsprechend selten kam dann auch die Kamera zum Einsatz: Nämlich nur dann, wenn es einigermaßen ungefährlich war. Die wirklich riskanten Situationen konnten einfach nicht dokumentiert werden.

Die Dokumentation wurde bereits am 03. Januar gezeigt. Wer die Sendung verpasst hat, kann sie sich bei 3sat als Videostream ansehen.

Sehr empfehlenswert!

Mandarin Siren gesunken

Wie schon in meinem letzten Post angedeutet, ist die S/Y Mandarin Siren tatsächlich in der Dampier Straße im Raja Ampat Gebiet gesunken. Verursacher des Feuers an Bord scheint ein defekter Wäschetrockner gewesen zu sein. Das Feuer breitete sich unter Deck sehr schnell im Maschinenraum aus und alle Versuche der Mannschaft, die Flammen zu bekämpfen, scheiterten. Glücklicherweise wurde niemand verletzt, da sich die Gäste zum Zeitpunkt der Havarie auf einem Tauchgang befanden. Auch die Mannschaft konnte das Schiff sicher verlassen.

Da sich das Schwesterschiff der S/Y Mandarin Siren, die S/Y Indo Siren, ebenfalls in der Nähe aufhielt, konnten die Gäste und die Mannschaft aus den Tauchbooten von diesem Schiff aufgenommen werden. Sämtliche Gäste wurden dann mit einem Schnellboot nach Sorong gebracht und mit Kleidung versorgt. Da sämtliche Zahlungsmittel und Pässe der Tauchgäste an Bord verbrannt waren, mussten alle erst nach Jakarta geflogen werden, um dort mit provisorischen Ausweispapieren ausgestattet zu werden, damit sie in ihre Heimatländer zurückfliegen konnten.

Wer einen Tauchtrip auf der Mandarin Siren gebucht hat, sollte sich unbedingt mit seinem Reiseanbieter in Verbindung setzen. Alle gebuchten Gäste werden von Worldwide Dive and Sail direkt angeschrieben und informiert.

Tauchschiff brennt ab

Erneutes Unglück eines Tauchschiffes in Raja Ampat. Heute brach ein Brand auf der Mandarin Siren aus, während die Gäste und der Eigentümer des Schiffes gerade einen Tauchgang machten. Augenzeugen zufolge muss der Brand sehr heftig gewesen sein. Nähere Details liegen mir noch nicht vor.

Dies wäre bereits der zweite Totalverlust eines Tauchschiffes im Raja Ampat Gebiet innerhalb relativ kurzer Zeit. Vor gut einem Jahr lief bereits ein Schiff aus der Archipelago Flotte auf ein Riff und brannte danach völlig aus. Damals konnten die Gäste von der Amira gerettet und heil nach Sorong transportiert werden