
Tauchen in SulawesiTauchen vor Makassar Tauchen im Lembeh- und Sangihe-Archipel Mit der Ciska zu den südlichen Inseln Mit der Ciska zu den östlichen Atollen Mit der Ciska in den tiefen Süden
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Allgemeine Informationen
Das TauchenEines der besten indonesischen Tauchreviere liegt zweifellos vor Manado an der Nordküste Sulawesis. Manado ist von Jakarta oder Singapur aus mit dem Flugzeug in etwa 4 h zu erreichen. An den steilen Korallenwänden der vorgelagerten Inseln findet man tolle Tauchmöglichkeiten. Die Sicht ist sehr gut (25 bis 30 m), die Unterwasserwelt extrem artenreich, und das Wasser hat das ganze Jahr über eine angenehme Temperatur von 28 C. Die Riffe wurden erst vor 30 Jahren systematisch erforscht und sind von wenigen Ausnahmen abgesehen unbeschädigt. Das ganze Gebiet mit den Inseln Bunaken, Manado Tua, Siladen, Montehage und Nain wurde zum Nationalpark erklärt, was zwar in Indonesien nicht allzu viel bedeutet, aber immerhin hoffen läßt, daß uns dieses Spitzentauchrevier noch einige Zeit erhalten bleibt. Seit Mitte 1998 kümmert sich die North Sulawesi Watersport Association (NSWA), ein Verband der meisten Tauchsport- Zentren der Region, verstärkt um den Schutz der Riffe. Es wird eine einmalige Eintrittgebühr für den Nationalpark in Höhe von 15 US$ erhoben (Stand 2008). Das Geld wird zur Bezahlung von Rangern zur Überwachung der Nationaparkbestimmungen und für verschiedene andere Projekte verwendet. Seitdem die Überwachung regelmäßig stattfindet, hat sich der Fischbestand merklich erholt. Die Inselgruppe liegt in der Sulawesi See, die immerhin eine Tiefe von
mehr als 6 km erreicht und selbst auf der etwa 45minütigen Fahrt vom
Festland zu den Inseln hat man fast 1 1/2 km Wasser unter dem Kiel.
Das Meer bietet
hier noch viele Geheimnisse. Erst 1998 wurde vor Manado eine zweite,
eigenständige
Population der urzeitlichen Quastenflosser
entdeckt und 2003 entdeckten die Guides von Froggies
eine neue Art von Zwerg-Seepferdchen.
Großfische sind auch keine Seltenheit:
Haie, Barrakudaschwärme, Thunfische, Napoleonfische und Schildkröten
kommen vor. Viel interessanter waren für uns aber die senkrechten über
40m hohen Korallenwände mit eine Vielzahl von marinen Lebensformen.
Die Wände, die
sich wie Ringe um die Inseln ziehen, sind mit Hart- und Weichkorallen
bedeckt, zwischen denen eine Unzahl von tropischen Fischen zu beobachten
sind. Die Tauchbasen bei Manado 1991, bei unserem ersten Besuch in Manado, gab es dort nur drei Tauchbasen. Mittlerweile (2008) bieten mehr als 30 verschiedene Basen ihre Dienste an - z.T. mit recht fragwürdigen Standards. Ich empfehle auf jeden Fall, sich das Equipement und die Qualifikation der Tauchlehrer und Tauchguides genau anzusehen. In vielen Tauchbasen findet praktisch keine Wartung der Geräte statt und einige Tauchanbieter sind sogar nebenbei in den illegalen aber profitablen Zierfischhandel verwickelt. Weitere Informationen bietet Peter auf seiner Nord-Sulawesi Homepage.
Von den neueren Basen war bis 2008 Froggies unsere Lieblingstauchbasis auf Bunaken. Unter der kompetenten Leitung von Christiane Muller bot die Padi-Basis kleine Tauchgruppen mit hochmotivierten und informierten Tauchguides. Für jeweils zwei Taucher stand immer ein Tauchguide zur Verfügung. Deshalb wurde die Basis auch gern von Unterwasserfotografen und -filmern aufgesucht.
Einen guten Ruf haben auch die Celebes Divers, die von italienischen Meeresbiologen geleitet werden. Seit April 2002 hat ein neues Resort seine Pforten geöffnet: Living Colours an der Ostseite von Bunaken bieten hinter einem Mangrovenstrand recht komfortable, große Bungalows. Jaakko, ein Finne, hat sein Angebot eher auf jüngere und Anfängertaucher abgestimmt. Dafür sorgt neben einer mit neuestem Material ausgestatteten Tauchbasis auch die Safety Stop Bar am Strand. Im Gegensatz zu Froggies auf der anderen Seite von Bunaken ist man hier sehr stark von den Gezeiten abhängig. Wenn man Pech hat, ist abends Ebbe und man kann keine Nachttauchgänge machen. Bei 26° - 30° C warmem Wasser ist ein 3 mm Tropentauchanzug empfehlenswert,
zumal kalte Tiefenströmungen an einigen Tauchplätzen für
deutliche Abkühlung sorgen. Wer auch noch nach Bali oder etwa
nach Bira möchte, sollte sich auf alle Fälle etwas Wärmendes mitnehmen,
denn dort können die Wassertemperaturen erheblich niedriger sein.
Tauchen in DonggalaAuf unserem Weg von Manado nach Süden erlebten wir 1992 in Palu, der verschlafenen Hauptstadt von Zentralsulawesi, eine besondere Überraschung. Wir hatten zwar schon weiter im Norden von einem Deutschen gehört, der ausgerechnet in diesem Nest einen Eissalon eröffnet habe, waren aber dann doch sehr angenehm überrascht, als wir Peter und Maureen Meroniak schließlich in ihrer Ferienanlage trafen. Sie besaßen nämlich nicht nur einen Eissalon, sondern auch 40 km weiter am Tanjung Karang (Korallen-Halbinsel) in umittelbarer Nähe der Hafenstadt Donggala schöne Stelzenhäuser mit Blick aufs Meer, wo man für wenig Geld bei voller Verpflegung wohnen kann. Das Prince John Dive
Resort liegt gleich neben einem kleinen Fischerdorf. Die Dorfbewohner
vermieten auch Zimmer, wenn Peters Häuser mal voll sind. Mittlerweile
gibt es aber auch auf der anderen Seite weitere Bungalowanlagen, wo man
weniger komfortabel aber auch deutlich billiger wohnen kann. Seit dem 01.10.2010 gibt es einen erneuten Eigentümerwechsel. Die beiden Deutschen Alexander Franz und Frank Grümbel haben Resort und Tauchbasis von Alex und Gaby übernommen. Spektakuläres kann man beim Tauchen nicht erwarten. So fehlen Großfische wie in Bira fast völlig. Auch der Hinweis eines deutschen Reiseveranstalters, dass mit Dugong- und Manta-Begegnungen gerechnet werden kann, ist völlig übertrieben. Wer aber einen Blick für die kleinen Dinge unter Wasser hat, kommt auch im Prince John Dive Resort auf seine Kosten und Nachttauchgänge am Hausriff sind ein Genuss. Für erfahrene Taucher bietet sich am Tanjung Karang ein absolutes Highlight an: Vor der Hafenmündung von Donggala liegen mehrere Wracks. Das schönste von ihnen, das Wrack der Gili Raja liegt zwischen 35 und 50 m Tiefe und ist noch völlig unberührt. Wir haben das Prince John Dive Resort mittlerweile sechs Mal besucht,
und es hat uns immer sehr gut gefallen. Wir konnten uns wunderbar von
den Reisestrapazen erholen. Tauchen in Bira Bis September 1997 gab es ein echtes
Hai-Light am indonesischen Tauchhimmel: Bira, ein kleiner Ort im äußersten
Süden von Sulawesi wurde ein echter Geheimtip für Taucher, nachdem Timo
und Justi dort eine Tauchbasis eröffnet hatten. Neben ausgedehnten Sandstränden
bieten die Gewässer um Bira und den vorgelagerten Inseln ein neues Tauchrevier
der Spitzenklasse in Indonesien. Unsere Tauchgänge im Sommer 1997 zählen
zu den besten, die wir in Indonesien gemacht haben. An unserem liebsten
Tauchplatz, am Kap Bira, sahen wir regelmäßig sehr viele Graue Riffhaie,
Weiß- und Schwarzpitzenhaie und bei einem Tauchgang sogar zwei über 3m
lange Hammerhaie. Regelmäßig konnten wir Napoleons, große Zackenbarsche,
Barrakudas, Adlerrochen und Thunfische beobachten. Im April/Mai/Juni ist
Walhaisaison und ab August sind häufig Mantas zu sehen. Mittaucher sahen
zwei Mondfische, die wir leider nur an der Oberfläche springen sahen.
Darüber hinaus gibt es einige sehenswerte Wände, die keinen Vergleich
mit Manado scheuen müssen. Seit September 1997 hat sich die Situation in Bira radikal
verändert. Die deutsche Tauchbasis ist geschlossen. Timo und Justi wurden
des Landes verwiesen, nachdem es zu Konflikten mit den örtlichen Machthabern
gekommen war. Der Versuch des Bira Beach Hotels mit indonesischem Personal
die Tauchbasis weiterzuführen, führte schließlich im Dezember 1997 zur
Katastrophe. Eine fünfköpfige japanische Tauchergruppe geriet mit ihrem
unerfahrenen Guide vor der Insel Pulau Kambing in eine starke Strömung
und konnte auch nach mehrwöchiger Suche nicht mehr gefunden werden. Nur
der Guide überlebte und wurde 24 Stunden später am Strand einer Insel
im Golf von Bone gefunden. In der Presse wurde perfiderweise der Versuch
unternommen, dieses Unglück den beiden Deutschen in die Schuhe zu schieben,
obwohl sie sich zum Zeitpunkt des Unglücks schon seit über 2 Monaten nicht
mehr im Land aufhielten. Bei unserem Besuch im Sommer 2001 konnten wir feststellen, dass sich an der Gesamtsituation in Bira leider wenig geändert hat. Das Bira Beach Hotel bietet wieder Tauchgänge an. Der Kompressor ist noch immer der alte, der 1998 schon nicht zufriedenstellend funktionierte und der Tauchguide verfügt über keine ausreichende Qualifikation. Der Preis für einen Tauchgang liegt mit (möglicherweise verhandelbaren) 35 US$ viel zu hoch. Sollte sich an diesen Rahmenbedingungen nichts ändern, können wir nur dringend vom Tauchen mit dem Bira Beach Hotel abraten. Seit Ende 2002 gibt es wieder eine Tauchbasis bei Anda Bungalows unter deutscher Leitung. 2004 wurde die Anlage renoviert und bietet nun deutlich mehr Komfort als früher. Auch die Tauchbasis wird wieder professionell geführt. Ende 2006 soll ein neues Tauchboot in Dienst gestellt werden.
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