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Lembeh-Strait und Sangihe-Inseln mit der Sayang Sayang (1999)

 

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Lembeh-Strait und Sangihe-Inseln mit der Sayang Sayang (1999)

Vor einigen Jahren gab es eine preislich günstige Alternative zu den teuren Liveaboards, die in Indonesien von Manado aus die Inseln des Sangihe- und Talaud-Archipels im Norden von Sulawesi befahren.
Für 75 US$ pro Tag bot die Sayang-Sayang zwar nur geringen Komfort - aber zu konkurrenzlos günstigen Preisen. Für die anderen Boote muss man mehr als das Doppelte hinblättern.
Lembeh-Strait Das Sangihe-Talaud Archipel

Wir nahmen im April 1999 an einer der fünftägigen Fahrten teil. Wegen schlechter Wetterverhältnisse im Norden tauchten wir zuerst zwei Tage in der Lembeh-Strait. Trotz bekanntermaßen schlechter Sicht boten die Tauchgänge interessante Begegnungen mit Krötenfischen, Fetzenfischen, Wackelfischen, kleinen Seepferdchen und anderen Meerestieren, die man nur selten zu sehen bekommt. Erfreulicherweise hatten wir zu diesem Zeitpunkt noch einen kompetenten Führer, der früher im luxuriösen und entsprechend teuren Kungkungan-Resort gearbeitet hatte.
Die Sayang-Sayang
Die Fortsetzung der Reise lief wegen dilettantischer Planungen und Schlampereien des Eigners, der wider Erwarten selbst gar nicht an der Tour teilnahm, nicht ganz so erfreulich ab. Konnte man die relativ knapp bemessenen Mahlzeiten noch verschmerzen, so wurde bei den folgenden Tauchgängen doch deutlich, dass unsere Tauchbegleiter die Tauchplätze nicht gut kannten. Von den 12 Tauchgängen - davon immerhin 5 in der Lembeh-Strait - waren zwar einige recht schön und empfehlenswert (z.B. vor Pulau Bangka und Pulau Ruang und mit Einschränkungen auch der Unterwasservulkan vor Pulau Mahengetang), trotzdem hätte mit kompetenterer Führung mehr herausgeholt werden können.
Immerhin hatten wir die Möglichkeit, eine noch immer intakte Unterwasserwelt zu erleben. Sowohl der Bestand an Hart- als auch Weichkorallen wirkte gesund und wies nur geringe Schäden auf. Vom Korallensterben wie auf den Malediven war wenig zu sehen.
Auffällig war allerdings das Fehlen von Großfischen. Außer einem Grauen Riffhai vor Pulau Bangka sahen wir z. B. während des gesamten Tauchtörns keine Haie. Kleine bis mittelgroße Napoleonfische begleiteten uns relativ häufig und bei einem Tauchgang vor Pulau Ruang sahen wir einige größere Thunfische.

Wir haben die Fahrt mit der Sayang-Sayang nicht bereut. Die Crew war freundlich und hilfsbereit. Unterwegs können einige Landgänge gemacht werden, so dass Langeweile nicht aufkommt. Ein taucherisches Highlight war die Tour allerdings nicht. Trotzdem hat die Region ein großes taucherisches Potential. Ich könnte mir vorstellen, dass zu anderen Zeiten mit anderen Strömungsverhältnissen spannende und ereignisreiche Tauchgänge in diesem Gebiet möglich sind. Zumindest berichtet Kal Muller in seinem Buch "Underwater Indonesia" davon.
Die Sayang-Sayang vor Bangka
Nachdem das Boot im Sommer 1999 kenterte, ist das Thema Low-Budget-Liveaboard in Nord-Sulawesi erst einmal vom Tisch.

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michael@bodeweb.de Copyright(c) M. Bode. Updated: 01.09.09