Tauchen in Flores
| Allgemeine Informationen
Das Innere der Insel ist von mehreren aktiven Vulkanen geprägt. Touristischer Höhepunkt ist zweifellos der Kelimutu zwischen Ende und Maumere mit seinen drei verschiedenfarbigen Kraterseen. Die Menschen sind ausgesprochen gastfreundlich und wirken sehr fröhlich. Die Anreise ist über den Landweg von Bali über Sumbawa aus möglich, oder aber man fliegt von Bali nach Bima auf Sumbawa und legt die letzte Strecke via Komodo mit der Fähre zurück. Einfacher geht es mit dem Flugzeug. Man kann von Bali nach Labuhan Bajo, Ende oder Maumere fliegen. Die Konkurrenz auf diesen Strecken nimmt zu, so dass man hoffentlich in Zukunft nicht mehr ausschließlich auf die chronisch unzuverlässige Merpati Fluglinie angewiesen ist. Frühzeitiges Reservieren ist ratsam, da die Flüge in den Sommermonaten häufig ausgebucht sind.
Um Labuhan Bajo gibt es durchaus interessante Tauchplätze, allerdings wurden sie durch Dynamitfischerei in der Vergangenheit zum Teil beschädigt. Sehr gut ist das Tauchen dann wieder im Komodo Nationalpark. Zum Schnorcheln eignen sich die vorgelagerten Inseln allerdings allemal. In Labuhan Bajo gibt es auch recht schöne Unterkünfte, und Ausflüge nach Komodo und Rinca lassen sich am besten von hier aus organisieren. Wer in Labuhan Bajo tauchen möchte, ist bei den Reefseekers
gut aufgehoben. Sie erhalten regelmäßig positive Kritiken
von Gästen. Im Juni 2008 kamen Reefseekers allerdings in die Schlagzeilen,
nachdem 5 Tauchgäste der Basis nach einem Tauchgang von ihrem Tauchboot
nicht mehr gefunden wurden und erst am nächsten Morgen auf der Insel
Rinca, wohin sie die starke Strömung getrieben hatte, entdeckt wurden.
Näheres dazu im BodeBlog. Tauchen in Riung Riung, nördlich von Bajawa an der Nordküste gelegen,
bietet schöne Korallengärten im 17-Inseln-Nationalpark (Pulau
Tujuhbelas). Die Region ist touristisch kaum erschlossen, und es gibt
kaum Unterkünfte. Empfehlenswert ist ein Losmen der katholischen
Kirche in Riung. Wenn man nach "Missionaris" fragt, wird man
von den Einheimischen dorthin gebracht. Nach Auskunft der Einheimischen hängt die Sicht sehr stark vom Wind ab. Beste Sichtverhältnisse sind von April bis Juni bzw. September bis November zu erwarten. Die Wassertemperatur liegt in dieser Zeit bei 28°C. Die sechs Tauchgänge, die wir in diesem Gebiet gemacht haben, rechtfertigen noch keine abschließende Bewertung des Tauchgebiets. Wir denken aber, daß die 17-Inseln - nach ausgiebiger Erforschung - eine interessantes Ziel für abenteuerlustige Taucher werden können. Seit 1999 ist es auch möglich, in Riung an Tauchgerät zu kommen. Frans Mola, der bei der Tourismusbehörde in Bajawa arbeitet, hat im Homestay Nurikhlas (nach Acung fragen) einen Kompressor und weiteres Material deponiert und kann, wenn man sich vorher angemeldet hat, für wenig Geld Tauchfahrten organisieren. Kontaktadresse:
Tauchen in Maumere
Nach dem Tsunami hatte Maumere Schwierigkeiten, sich wieder als Top-Tauchdestination zu profilieren. Die Taucher blieben viele Jahre lang weg und die einst profilierten Tauchbasen vegetierten mehr schlecht als recht vor sich hin.
1997 hinterließ Maumere bei uns einen eher zwiespältigen Eindruck. Großfische (Zackis, Haie) waren an einigen Tauchplätzen recht häufig, die Wände und Riffe bestanden zum Teil aber nur aus Korallenschutt. Gut gefiel uns der Tauchplatz Ruteng. Eine Wand mit sehr schönem Bewuchs und einer Vielzahl kleiner Lebewesen. Vielleicht gibt diese Wand einen Eindruck davon, wie Maumere einmal vor dem Beben gewesen sein muß. Im Sommer 2005 und 2006 kehrten wir für einige Tauchgänge nach Maumere zurück. Bei sehr guter Sicht sahen wir am schön mit Fächer- und Weichkorallen bewachsenen Tauchplatz Panga Batang in der Strömung viele Adlerrochen und große Thunfische. Sehr schön war auch ein Tauchgang in der Bucht von Wodong, wo ein japanisches Landungsboot im schwarzen Sand der Bucht in bis zu 34 m Tiefe liegt. Hier zeigte sich die berühmte Artenvielfalt Maumeres in seiner ganzen Breite: Wir fanden Geister Pfeifenfische (Robust- und Harlekin -), Gurnards, viele Nacktkiemenschnecken, Seepferdchen, einen Mimikry Oktopus und als absolutes Highlight ein Exemplar des sehr seltenen Gurnard Feuerfisches. Allein dieser Tauchgang bestätigte die herausragende Bedeutung von Maumere als Top-Tauchdestination in Indonesien!
Weniger zufriedenstellend ist allerdings die Infrastruktur für Taucher. Der Sea World Club verfügt über zwei relativ kleine Tauchboote mit 2 x 40 PS- bzw. 2 x 25 PS-Motoren, die manchmal mehr als eine Stunde bis zu den Tauchplätzen benötigen. Hier wären eine stärkere Motorisierung und größere Tauchboote wünschenswert. Wollen viele Taucher mitkommen, werden lokale Fischerboote gechartert, die alles andere als komfortabel sind und noch länger zu den Tauchplätzen benötigen. Die Verpflegung ist unterwegs gut. Es gibt genug Wasser und das mitgebrachte Mittagessen ist schmackhaft und reichlich.
Auch der Tauchbasis würde eine Grundsanierung gut tun. Die einheimischen Tauchguides kennen die Tauchplätze gut und können Tauchgäste sicher führen. Allerdings sind sie nicht gut genug in meeresbiologischen Fragen ausgebildet. Sie können ihren Gästen die hohe biologische Artenvielfalt, die Maumere zu bieten hat, nicht adäquat erschließen. Es wäre sicher sinnvoll, mehr in die Ausbildung der Tauchguides zu investieren. Diese Investition würde sich längerfristig auszahlen und die Attraktivität von Maumere für Taucher steigern. 27 km weiter östlich in der Wodong Bucht liegt Ankermi - Happy Dive, eine interessante Alternative für Taucher, die das Besondere unter Wasser lieben. Hier haben die Schweizerin Claudia und der Indonesier Kermi ein Resort mit kleinen Bungalows eröffnet. Seit Sommer 2007 können die Gäste nun endlich in den neuen Bungalows wohnen, die viel komfortabler und gemütlicher als die alten Bambushütten sind.
Video: Jewels of MaumereMein kurzes Video mit Bildmaterial aus dem Jahr 2005 kann nur einen sehr oberflächlichen Einduck von dem vermitteln, was Maumere unter Wasser zu bieten hat. Es ist immer noch der am meisten unterschätzte Tauchspot in Indonesien! The Jewels of Maumere from Michael Bode on Vimeo. PreiseSea World Club
Ankermi
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©M. Bode 09/09