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Tauchen in Flores

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Allgemeine Informationen


Flores ist zweifellos eine der interessantesten und landschaftlich schönsten Inseln Indonesiens. Auf der westlich vorgelagerten Nachbarinsel Komodo lassen sich die urzeitlich anmutenden Komodo-Warane bestaunen.

Das Innere der Insel ist von mehreren aktiven Vulkanen geprägt. Touristischer Höhepunkt ist zweifellos der Kelimutu zwischen Ende und Maumere mit seinen drei verschiedenfarbigen Kraterseen. Die Menschen sind ausgesprochen gastfreundlich und wirken sehr fröhlich.

Die Anreise ist über den Landweg von Bali über Sumbawa aus möglich, oder aber man fliegt von Bali nach Bima auf Sumbawa und legt die letzte Strecke via Komodo mit der Fähre zurück.

Einfacher geht es mit dem Flugzeug. Man kann von Bali nach Labuhan Bajo, Ende oder Maumere fliegen. Die Konkurrenz auf diesen Strecken nimmt zu, so dass man hoffentlich in Zukunft nicht mehr ausschließlich auf die chronisch unzuverlässige Merpati Fluglinie angewiesen ist. Frühzeitiges Reservieren ist ratsam, da die Flüge in den Sommermonaten häufig ausgebucht sind.


Blick auf die Kraterseen des Kelimutu


Auf Flores gibt es derzeit drei Tauchziele. Im Westen kann man in der Umgebung von Labuhan Bajo tauchen und Abstecher nach Komodo machen und weiter im Westen liegen Riung und Maumere.

Um Labuhan Bajo gibt es durchaus interessante Tauchplätze, allerdings wurden sie durch Dynamitfischerei in der Vergangenheit zum Teil beschädigt. Sehr gut ist das Tauchen dann wieder im Komodo Nationalpark.

Zum Schnorcheln eignen sich die vorgelagerten Inseln allerdings allemal. In Labuhan Bajo gibt es auch recht schöne Unterkünfte, und Ausflüge nach Komodo und Rinca lassen sich am besten von hier aus organisieren.

Wer in Labuhan Bajo tauchen möchte, ist bei den Reefseekers gut aufgehoben. Sie erhalten regelmäßig positive Kritiken von Gästen. Im Juni 2008 kamen Reefseekers allerdings in die Schlagzeilen, nachdem 5 Tauchgäste der Basis nach einem Tauchgang von ihrem Tauchboot nicht mehr gefunden wurden und erst am nächsten Morgen auf der Insel Rinca, wohin sie die starke Strömung getrieben hatte, entdeckt wurden. Näheres dazu im BodeBlog.
Eher abraten möchte ich vom Bajo Dive Club.

Tauchen in Riung

Riung, nördlich von Bajawa an der Nordküste gelegen, bietet schöne Korallengärten im 17-Inseln-Nationalpark (Pulau Tujuhbelas). Die Region ist touristisch kaum erschlossen, und es gibt kaum Unterkünfte. Empfehlenswert ist ein Losmen der katholischen Kirche in Riung. Wenn man nach "Missionaris" fragt, wird man von den Einheimischen dorthin gebracht.
Preise für Ausfahrten mit dem Boot zu Schnorchelplätzen oder zum Beobachten von fliegenden Hunden und Komodo-Waranen, die auch hier vorkommen, sind Verhandlungssache.


Wir haben im Sommer 1996 auf Einladung der Tourismusbehörde von Flores zusammen mit Donovan Whitford mehrere Tauchgänge im Bereich der 17 Inseln gemacht. Nach Alor waren die Tauchgänge dort allerdings eher ernüchternd. Die Sicht war ziemlich schlecht, der Korallenbewuchs erwies sich jedoch als sehr artenreich und wies kaum Beschädigungen auf. Höhepunkt der Tauchgänge war die Begegnung mit einer Dugong, einer Seekuh.

Nach Auskunft der Einheimischen hängt die Sicht sehr stark vom Wind ab. Beste Sichtverhältnisse sind von April bis Juni bzw. September bis November zu erwarten. Die Wassertemperatur liegt in dieser Zeit bei 28°C.

Die sechs Tauchgänge, die wir in diesem Gebiet gemacht haben, rechtfertigen noch keine abschließende Bewertung des Tauchgebiets. Wir denken aber, daß die 17-Inseln - nach ausgiebiger Erforschung - eine interessantes Ziel für abenteuerlustige Taucher werden können.

Seit 1999 ist es auch möglich, in Riung an Tauchgerät zu kommen. Frans Mola, der bei der Tourismusbehörde in Bajawa arbeitet, hat im Homestay Nurikhlas (nach Acung fragen) einen Kompressor und weiteres Material deponiert und kann, wenn man sich vorher angemeldet hat, für wenig Geld Tauchfahrten organisieren.

Kontaktadresse:

Frans Mola
Bajawa
Jalan Basuki Rahmat No. 3
Tel. +62-384-21554



Tauchen in Maumere


Vor dem katastrophalen Seebeben vor Maumere im Dezember 1992 bei dem mindestens 2500 Menschen den Tod fanden, war Maumere nach Manado einer der Spitzentauchplätze Indonesiens. Die marine Artenvielfalt in diesem Gebiet ist weltweit einzigartig. In einer 1997 veröffentlichten Untersuchung über die Bucht von Maumere kamen Kuiter & Allen auf die unglaubliche Zahl von 1133 Fischarten nur in dieser Bucht. Dies stellt noch immer die größte jemals ermittelte Zahl von Fischarten dar, die man in einer begrenzten Region gezählt hat.

Sea World Club Resort

Nach dem Tsunami hatte Maumere Schwierigkeiten, sich wieder als Top-Tauchdestination zu profilieren. Die Taucher blieben viele Jahre lang weg und die einst profilierten Tauchbasen vegetierten mehr schlecht als recht vor sich hin.

 

Glück im Unglück
Wie Taucher dem Tsunami entkamen

Wie durch ein Wunder waren zum Zeitpunkt der Katastrophe keine Taucher unterwegs. Marcos, der Tauchlehrer des Sao Wisata Resorts, schilderte uns, dass schon zwei Tage vorher die Haie aggressiv wurden und Taucher attackierten. Daraufhin blies er sämtliche Tauchgänge für den nächsten Tag ab und fuhr mit seiner Tauchergruppe zum Kelimutu in die Berge. An diesem Tag wurde Maumere zerstört.

 


Sunset Sea World Club Beach


Bei unserem ersten Besuch im Sommer 1997 war von den Zerstörungen an Land nichts mehr zu sehen. Wir tauchten mit dem Sao Wisata Resort, wohnten aber nebenan im Sea World Club, das einen erheblich gepflegteren Eindruck hinterließ als das etwas heruntergekommene Sao Wisata. Der Sea World Club wird im übrigen von einem pensionierten, deutschen Missionar Pater Bollen geleitet, der mit den Einkünften seines Unternehmens u. a. ein Waisenhaus in der Nähe von Maumere finanziert.

Bungalow im Sea World Club

1997 hinterließ Maumere bei uns einen eher zwiespältigen Eindruck. Großfische (Zackis, Haie) waren an einigen Tauchplätzen recht häufig, die Wände und Riffe bestanden zum Teil aber nur aus Korallenschutt. Gut gefiel uns der Tauchplatz Ruteng. Eine Wand mit sehr schönem Bewuchs und einer Vielzahl kleiner Lebewesen. Vielleicht gibt diese Wand einen Eindruck davon, wie Maumere einmal vor dem Beben gewesen sein muß.

Im Sommer 2005 und 2006 kehrten wir für einige Tauchgänge nach Maumere zurück. Bei sehr guter Sicht sahen wir am schön mit Fächer- und Weichkorallen bewachsenen Tauchplatz Panga Batang in der Strömung viele Adlerrochen und große Thunfische. Sehr schön war auch ein Tauchgang in der Bucht von Wodong, wo ein japanisches Landungsboot im schwarzen Sand der Bucht in bis zu 34 m Tiefe liegt. Hier zeigte sich die berühmte Artenvielfalt Maumeres in seiner ganzen Breite: Wir fanden Geister Pfeifenfische (Robust- und Harlekin -), Gurnards, viele Nacktkiemenschnecken, Seepferdchen, einen Mimikry Oktopus und als absolutes Highlight ein Exemplar des sehr seltenen Gurnard Feuerfisches. Allein dieser Tauchgang bestätigte die herausragende Bedeutung von Maumere als Top-Tauchdestination in Indonesien!

Wodong Beach

Weniger zufriedenstellend ist allerdings die Infrastruktur für Taucher. Der Sea World Club verfügt über zwei relativ kleine Tauchboote mit 2 x 40 PS- bzw. 2 x 25 PS-Motoren, die manchmal mehr als eine Stunde bis zu den Tauchplätzen benötigen. Hier wären eine stärkere Motorisierung und größere Tauchboote wünschenswert. Wollen viele Taucher mitkommen, werden lokale Fischerboote gechartert, die alles andere als komfortabel sind und noch länger zu den Tauchplätzen benötigen. Die Verpflegung ist unterwegs gut. Es gibt genug Wasser und das mitgebrachte Mittagessen ist schmackhaft und reichlich.

restaurant im Sea World Club

Auch der Tauchbasis würde eine Grundsanierung gut tun. Die einheimischen Tauchguides kennen die Tauchplätze gut und können Tauchgäste sicher führen. Allerdings sind sie nicht gut genug in meeresbiologischen Fragen ausgebildet. Sie können ihren Gästen die hohe biologische Artenvielfalt, die Maumere zu bieten hat, nicht adäquat erschließen. Es wäre sicher sinnvoll, mehr in die Ausbildung der Tauchguides zu investieren. Diese Investition würde sich längerfristig auszahlen und die Attraktivität von Maumere für Taucher steigern.

27 km weiter östlich in der Wodong Bucht liegt Ankermi - Happy Dive, eine interessante Alternative für Taucher, die das Besondere unter Wasser lieben. Hier haben die Schweizerin Claudia und der Indonesier Kermi ein Resort mit kleinen Bungalows eröffnet. Seit Sommer 2007 können die Gäste nun endlich in den neuen Bungalows wohnen, die viel komfortabler und gemütlicher als die alten Bambushütten sind.

Ankermi Bungalows


Claudia ist Tauchlehrerin und Kermi hat sich auf "Critters" spezialisiert. Das japanische Wrack und der beste Critter-Tauchplatz von Maumere liegen gleich vor der Haustür. Bisher gab es elektrischen Strom nur von 18.00 Uhr bis 06.00 Uhr. Das kann sich allerdings im neuen Resort möglicherweise bald ändern. Die Bungalows kosten 10 Euro/Nacht mit Halbpension und zwei Tauchgänge sind für 55 Euro (inkl. Ausrüstung) zu haben.



Video: Jewels of Maumere

Mein kurzes Video mit Bildmaterial aus dem Jahr 2005 kann nur einen sehr oberflächlichen Einduck von dem vermitteln, was Maumere unter Wasser zu bieten hat. Es ist immer noch der am meisten unterschätzte Tauchspot in Indonesien!

The Jewels of Maumere from Michael Bode on Vimeo.

Preise

Sea World Club

2 Tauchgänge inkl. Verpflegung:
1. Tag

$ 55
2. Tag $ 50
3. Tag $ 45

 

Bungalow Preis/2 Pers.
Beach House VIP $ 50
Superior Deluxe $ 40
Superior AC $ 35
Beach House AC $ 25
Family Suite Fan $ 20
Standard Room AC $ 20

 

Ankermi

2 Bootstauchgänge inkl. Verpflegung:

€ 55
Wracktauchgang vor dem Resort € 25

 

Bungalow Preis
Halbpension im Bungalow € 10/p.P.

 

Adressen

Sea World Club
Pondok Dunia Laut (Sea World Club)
Jl. Nai Roa km 13
Maumere 86181 Flores, Indonesia
Tel. 0062/382/21570
Fax: 0062/382/21102
E-Mail: seaworldclub@gmx.net
Internet:www.sea-world-club.com

 

Ankermi

Ankermi - Happy Dive
P.O. Box 131
Maumere 86111
Flores NTT, Indonesia
E-Mail: ankermi@yahoo.com
Internet: http://ankermi-happydive.com/

 


 

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