Tauchen in Flores
| Allgemeine InformationenFlores ist zweifellos eine der interessantesten und landschaftlich schönsten Inseln Indonesiens. Auf der westlich vorgelagerten Nachbarinsel Komodo lassen sich die urzeitlich anmutenden Komodo-Warane bestaunen und das Innere der Insel ist von mehreren aktiven Vulkanen geprägt. Touristischer Höhepunkt ist zweifellos der Kelimutu zwischen Ende und Maumere mit seinen drei verschiedenfarbigen Kraterseen. Die Menschen sind ausgesprochen gastfreundlich und wirken sehr fröhlich. Die Anreise ist über den Landweg von Bali über Sumbawa aus möglich, oder aber man fliegt von Bali nach Bima auf Sumbawa und legt die letzte Strecke via Komodo mit der Fähre zurück. Noch einfacher sind Direktflüge von Bali nach Labuhan Bajo, Ende oder Maumere. Die Konkurrenz auf diesen Strecken nimmt zu, so dass man nicht mehr ausschließlich auf die chronisch unzuverlässige Merpati Fluglinie angewiesen ist. Frühzeitiges Reservieren ist ratsam, da die Flüge in den Sommermonaten häufig ausgebucht sind. Häufig bleibt auch Gepäck zurück und wird erst mit Verspätung am nächsten Tag oder noch später angeliefert. Man sollte daher mögliche Pannen in seiner Urlaubsplanung einkalkulieren.
Um Labuhan Bajo gibt es durchaus interessante Tauchplätze, allerdings wurden sie durch Dynamitfischerei in der Vergangenheit zum Teil sehr beschädigt. Da man von Labuhan Bajo aus aber auch sehr gut im Rahmen von Tagesausflügen die Top-Tauchplätze vor Komodo erreichen kann, bietet sich Labuhan Bajo als Ausgangspunkt für Taucherlebnisse vor Komodo an. Zum Schnorcheln eignen sich die vorgelagerten Inseln allerdings allemal. In Labuhan Bajo gibt es auch recht schöne Unterkünfte, und Ausflüge nach Komodo und Rinca lassen sich am besten von hier aus organisieren. Wer in Labuhan Bajo tauchen möchte, ist bei den Reefseekers
gut aufgehoben. Sie erhalten regelmäßig positive Kritiken
von Gästen. Der Standard ist bei allen Tauchbasen ähnlich. Man fährt mit lokal gebauten einfachen Holzbooten, die mit Matten und/oder einfachen Sitzgelegenheiten ausgestattet sind, morgens zu den Tauchplätzen zwischen Komodo und Flores. Dort macht man zwei oder drei Tauchgänge und kehrt am späten Nachmittag wieder nach Labuhan Bajo zurück. Mittagessen gibt es an Bord und ist im Tauchpreis inbegriffen. Alle Boote sind mit einfachen Toiletten ausgestattet. Da sich die Tauchbasen noch immer vorwiegend auf Laufkundschaft konzentrieren, sind häufig auch viele Anfänger mit auf den Booten. In der Hauptsaison (Juli/August) sind die Tauchboote oft auch zu voll. Ernsthafte Taucher sollten sich daher überlegen, ob es nicht sinnvoller
ist, Komodo auf einem Tauchschiff zu besuchen. Dann kommt man auch überall
hin und ist nicht auf das Gebiet vor Labuhan Bajo beschränkt. Tauchen in Riung Riung, nördlich von Bajawa an der Nordküste gelegen,
bietet schöne Korallengärten im 17-Inseln-Nationalpark (Pulau
Tujuhbelas). Die Region ist touristisch kaum erschlossen, und es gibt
nur wenige Unterkünfte. Empfehlenswert ist ein Losmen der katholischen
Kirche in Riung. Wenn man nach "Missionaris" fragt, wird man
von den Einheimischen dorthin gebracht. Nach Auskunft der Einheimischen hängt die Sicht sehr stark vom Wind ab. Beste Sichtverhältnisse sind von April bis Juni bzw. September bis November zu erwarten. Die Wassertemperatur liegt in dieser Zeit bei 28°C. Die sechs Tauchgänge, die wir in diesem Gebiet gemacht haben, rechtfertigen noch keine abschließende Bewertung des Tauchgebiets. Wir denken aber, daß die 17-Inseln - nach ausgiebiger Erforschung - eine interessantes Ziel für abenteuerlustige Taucher werden können. Die Versuche, in Riung eine Tauchbasis zu eröffnen, sind bisher gescheitert. Es gibt daher im Moment keine Möglichkeit in Riung zu tauchen. Kontaktadresse:
Tauchen in Maumere
Nach dem Tsunami hatte Maumere Schwierigkeiten, sich wieder als Top-Tauchdestination zu profilieren. Die Taucher blieben viele Jahre lang weg und die einst profilierten Tauchbasen vegetierten mehr schlecht als recht vor sich hin.
1997 hinterließ Maumere bei uns noch einen eher zwiespältigen Eindruck. Großfische (Zackis, Haie) waren an einigen Tauchplätzen recht häufig, die Wände und Riffe bestanden fünf Jahre nach dem Tsunami zum Teil aber nur aus Korallenschutt. Nach unserem ersten Besuch unternahmen wir im Sommer 2005 einen neuen Versuch in Maumere zu tauchen. Das Ergebnis überraschte uns: Die Regeneration der Riffe erfolgt hier südlich des Äquators in einem erstaunlichen Tempo und mittlerweile sieht man vielen Riffen die Zerstörungen durch den Tsunami nicht mehr an. Es folgten weitere Besuche in 2006, 2008 und 2010. Während dieser Besuche konzentrierten wir uns besonders auf die Suche nach Critters, die es hier in Maumere besonders häufig gibt. Die wichtigsten Tauchplätze sind der Karte (s.o.) zu entnehmen. Besonders
gut gefiel uns der
Tauchbasen in Maumere Der Sea World Club verfügt über zwei relativ kleine Tauchboote mit 2 x 40 PS- bzw. 2 x 25 PS-Motoren, die manchmal mehr als eine Stunde bis zu den Tauchplätzen benötigen. Hier wären eine stärkere Motorisierung und größere Tauchboote wünschenswert. Wollen viele Taucher mitkommen, werden lokale Fischerboote gechartert, die alles andere als komfortabel sind und noch länger zu den Tauchplätzen benötigen. Die Verpflegung unterwegs ist gut. Es gibt genug Wasser und das mitgebrachte Mittagessen ist schmackhaft und reichlich.
Der Tauchbasis würde eine Grundsanierung gut tun. Die einheimischen Tauchguides kennen die Tauchplätze gut und können Tauchgäste sicher führen. Allerdings sind sie nicht gut genug in meeresbiologischen Fragen ausgebildet. Sie können ihren Gästen die hohe biologische Artenvielfalt, die Maumere zu bieten hat, nicht adäquat erschließen. Es wäre sicher sinnvoll, mehr in die Ausbildung der Tauchguides zu investieren. Diese Investition würde sich längerfristig auszahlen und die Attraktivität von Maumere für Taucher steigern. Die bessere Alternative zum Tauchen mit dem Sea World Club liegt 27 km weiter östlich in der Wodong Bucht. Ankermi - Happy Dive, ist eine interessante Alternative für Taucher, die das Besondere unter Wasser lieben. Hier haben die Schweizerin Claudia und der Indonesier Kermi ein liebevoll gestaltetes Resort mit sechs kleinen Bungalows eröffnet und bieten in familiärer Atmosphäre die vermutlich beste Unterkunft und vor allem das beste Essen in Ost-Flores.
Das Hausriff und die Tauchplätze in der Wodong Bucht sind Higlights für Critter-Liebhaber. Die weiter entfernt gelegenen Tauchplätze werden mit lokalen Holzbooten angefahren. Das ist zeitraubend und unterwegs kann es recht laut werden. Video: Jewels of MaumereMein kurzes Video mit Bildmaterial aus dem Jahr 2005 kann nur einen sehr oberflächlichen Einduck von dem vermitteln, was Maumere unter Wasser zu bieten hat. Es ist immer noch der am meisten unterschätzte Tauchspot in Indonesien! The Jewels of Maumere from Michael Bode on Vimeo. PreiseAnkermi
Sea World Club
AdressenAnkermi
Sea World Club
|
Links
|
|
Suche im Bodeweb
|
©M. Bode 08/10