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Tote und Verletzte in Ambon

Pünktlich zum 11.09.2011 sind in Ambon wieder gewaltsame Auseinandersetzungen zwischen Christen und Moslems ausgebrochen. Zwischen 1999 und 2002 herrschte hier schon einmal ein blutiger Bürgerkrieg dem Tausende zum Opfer fielen. Wer geglaubt hat, dass die Wunden, die dieser blutige Konflikt vor 10 Jahren geschlagen hat, verheilt sind, wir nun eines Besseren belehrt: Bei den Krawallen am Sonntag und Montag kamen nach offiziellen Angaben mindestens sieben Menschen ums Leben und viele wurden verletzt.

Ausgangspunkt war nach Polizeiangaben der tödliche Unfall eines Motorrad-Taxifahrers und des per SMS verbreiteten Gerüchtes der Fahrer sei in Wirklichkeit gefoltert und dann getötet worden. Daraufhin kam es zu blutigen Auseinandersetzungen zwischen christlichen und muslimischen Banden, die sich schnell unkontrolliert ausbreiteten. Wie üblich wirkte die indonesische Polizei überfordert und erst die Ankunft von 400 zusätzlichen Polizisten aus Makassar und Surabaya sorgte für eine Beruhigung der Lage. Da auch die geistlichen Führer der beiden Religionen zur Gewaltlosigkeit aufriefen und die indonesische Polizei – anders als noch 1999 – sofort in Surabaya und anderen Seehäfen mit verstärkten Kontrollen begann, um die Einreise bewaffneter fundamentalistischer Kräfte aus Ost-Java nach Ambon zu unterbinden, ist diesmal zu hoffen, dass die Unruhen noch im Anfangsstadium gestoppt werden können.

Touristen, die am vergangenen Wochenende in Ambon ankamen, wurden sofort wieder ausgeflogen. Ob die neu ausgebrochenen Unruhen auch Auswirkungen auf den seit drei Jahren wieder aufgeblühten Tauchtourismus in Ambon haben werden, bleibt ebenfalls abzuwarten.

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