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Tauchsafaris in Indonesien

Eine Tauchsafari in Indonesien ist immer etwas Besonderes. Dieses Inselreich mit seinen mehr als 17.000 Inseln im Zentrum des Korallendreiecks erstreckt sich über eine Distanz von 5000 km zu beiden Seiten des Äquators und beherbergt in seinen Gewässern die größte maritime Artenvielfalt auf der Welt.
Schon immer war das Schiff das wichtigste Reisemittel in dieser Inselwelt und gerade für Taucher ist ein komfortables und gut motorisiertes Tauchschiff das Mittel der Wahl, wenn es darum geht, die Gewässser Indonesiens aus der Taucherperspektive zu entdecken.

Während vor 20 Jahren noch Taucher mit dem Ziel Indonesien auf landbasierte Tauchziele in Bali und Nord-Sulawesi beschränkt waren und nur ganz vereinzelt Tauchsafaris angeboten wurden, hat sich dies mittlerweile grundlegend geändert. Überall in Indonesien werden Tauchtouren mit mehr oder weniger gut ausgestatteten Schiffen angeboten, die meist nach einem festen Fahrplan fahren.
In den letzten Jahren haben sich dabei regionale Schwerpunkte herausgebildet und in diesen Zentren hat die Konkurrenz zwischen den Anbietern von Tauchsafaris deutlich zugenommen.

Tauchsafaris in Indonesien (zum Vergrößern anklicken!)

Besonders deutlich ist das in der Komodo-Region, wo insbesondere in der Hochsaison zwischen Mai und September sehr viele Tauchschiffe zwischen Bali und Komodo hin und her kreuzen. Zwischen November und April ist es in Komodo ruhiger, dafür ist dann im Raja Ampat Gebiet vor der Westküste Neuguineas umso mehr los. Die meisten Betreiber von Tauchschiffen haben sich diesem jahreszeitlichen Wechsel angepasst und verlegen ihre Schiffe mit dem Wechsel der Monsunzeiten von einem Tauchgebiet zum anderen. Nur vereinzelt gibt es Schiffe, die das ganze Jahr über an einem Ort bleiben und auch in der Monsunzeit Tauchfahrten anbieten.

Für Tauchfahrten abseits der bekannten Routen gibt es nicht zuletzt wegen der ausgeprägten Monsunzeiten nur wenig Spielraum. Fahrpläne werden in der Regel bis zu zwei (manchmal auch mehr) Jahre im Voraus festgelegt und man muss sich schon sehr früh mit den Bootseignern zusammensetzen, wenn man eine Tauchsafari anbieten möchte, die in Gebiete führt, die bisher noch nicht oder selten von Sporttauchern besucht wurden.
Für die Eigner ist dies nicht zuletzt auch ein finanzielles Risiko, denn niemand kann garantieren, dass das Schiff ausgebucht wird. Da auf derartigen Fahrten in aller Regel weitere Distanzen zurückgelegt werden als auf dem direkten Weg, entstehen zusätzliche Kosten für Treibstoff und für die Lösung logistischer Probleme, mit denen man in abgelegenen Gegenden Indonesiens immer rechnen muss. Kein Wunder also, dass viele Tauchschiffbetreiber von solchen Ideen wenig begeistert sind und es vorziehen, sich auf ihre Brot-und-Butter-Fahrten zu konzentrieren. Trotzdem finden sich immer einige abenteuerlustige Anbieter, mit denen man auch etwas Ausgefallenes organisieren kann.

Die beste Zeit für solche besonderen Tauchsafaris sind die Monate April bis Mai bzw. Oktober bis November wenn sich die indonesische Tauchschiffarmada auf ihre jährliche Wanderung durch die Bandasee von Komodo und Raja Ampat begibt. Diese beiden Zeitfenster zwischen Nordwest- und Südostmonsun bieten auch vom Wind und Wetter her günstige Voraussetzungen für längere Touren, weil das Meer in dieser Zeit insgesamt ruhiger ist als im restlichen Jahr.

Schauen wir uns aber zuerst einmal die die oben etwas abschätzig als Brot- und Butter-Fahrten bezeichneten Tauchsafaris in Indonesien an. Wer bisher nur Tauchfahrten im Roten Meer unternommen hat und dort die Rudelbildung von oft mehr als 15 Tauchbooten an einem Ankerplatz erlebt hat, wird von Tauchsafaris in Indonesien auf jeden Fall begeistert sein. Selbst in den tauchtouristisch stark frequentierten Hotspots Komodo und Raja Ampat wird man während der 7 bis 12tägigen Touren ganz selten einmal ein anderes Tauchschiff sehen. Man bleibt auch auf diesen Touren in aller Regel unter sich und kann die Tauchplätze ohne Störungen durch Taucher anderer Tauchschiffe genießen.

Tauchsafaris in Nusa Tenggara (Komodo/Alor)

Der Komodo-Nationalpark ist einer der ältesten Nationalparks in Indonesien. Ursprünglich eingerichtet um die weltweit einzigartigen Riesenwarane auf der Insel Komodo und der Nachbarinsel Rinca zu schützen, ist der Nationalpark mit der Zunahme des Tauchtourismus in den vergangenen 20 Jahren auch zu einem Unterwasser-Nationalpark geworden. Im Schutz des Nationalparks hat sich ein beachtlicher Fischreichtum entwickelt und die Korallenriffe um Komodo gehören zu den gesündesten und artenreichsten auf der Welt.

Komodo-Safari ab Labuhan Bajo

Komodo-Safari ab Bali

Tauchschiffe fahren Komodo entweder direkt von Bali aus an oder aber nehmen ihre Gäste nach einem Flug nach Labuhan Bajo auf Flores oder Bima in Sumbawa direkt in den jeweiligen Häfen an Bord und erreichen so auf kürzestem Weg die Tauchgebiete im Nationalpark, die sich zum größten Teil zwischen Komodo und Rinca befinden. Letztere Touren sind in der Regel kürzer als die in Bali beginnenden und beschränken sich auf die absoluten Highlights des Parks inklusive einer von Rangern geführten Wanderung zu den Komodo-Waranen.

Die in Bali beginnenden Tauchsafaris sind in der Regel etwas länger und bieten auf der Fahrt nach Komodo vor Lombok und Sumbawa zusätzliche Tauchmöglichkeiten. Oft enden diese Fahrten in Labuhan Bajo, wo dann die nächste Reisegruppe an Bord geht, deren Ziel dann wiederum Bali ist.

Alor

In Kombination mit Komodo werden auch vereinzelt Fahrten weiter nach Osten bis zur Insel Alor angeboten. Touren dieser Art beginnen oft in Labuhan Bajo und führen dann entlang der Küste von Flores über Maumere weiter nach Osten. Nach einem Tauchaufenthalt von mehreren Tagen in der Pantar Straße zwischen den Inseln Pantar und Alor kehren die Schiffe dann nach Maumere  zurück. Wer die Chance hat an einer solchen Fahrt teilzunehmen, sollte das unbedingt tun. Alor ist neben Komodo der zweite Hotspot der maritimen Artenvielfalt in der Inselkette der Nusa Tenggara Inseln.

Tauchsafari nach Alor

Tauchsafaris in Raja Ampat

Seit etwa 5 Jahren ist Raja Ampat in aller Munde. Während es vor zehn Jahren bei meinem ersten Besuch in Raja Ampat im gesamten Gebiet, das etwa halb so groß wie Österreich ist, nur eine einzige Tauchbasis gab, hat sich dies in den vergangenen Jahren radikal gewandelt. Fast im Jahresrhythmus werden neue Tauchbasen eröffnet und die Zahl der Tauchschiffe, die in der Saison zwischen Oktober und April im Raja Ampat Gebiet auf Tour sind, ist auf über 30 angewachsen.

Wohlgemerkt, diese Schiffe verteilen sich auf eine Gesamtfläche von 183.000 km². Es ist also kaum zu erwarten, dass man auf einer Tour unterwegs weitere Safarischiffe trifft. Oft ist man tagelang völlig allein unterwegs.
Über die herausragende Stellung von Raja Ampat als Hotspot der Artenvielfalt zwischen Pazifik und Indischem Ozean habe ich an anderer Stelle im BodeWeb bereits ausführlich berichtet. Wie sehen nun die normalen Raja Ampat Touren aus?
Alle Raja Ampat Safaris beginnen in Sorong, einer Hafenstadt am sogenannten Vogelkopf von West Papua, dem indonesischen Teil der Insel Neuguinea. Die Gäste der verschiedenen Tauchschiffe fliegen nach einer Zwischenübernachtung in Jakarta, Bali oder Manado zum Teil mit weiteren Zwischenstopps erst einmal hierhin und werden am Flughafen von Vertretern der Tauchschiffe in Empfang genommen und mit Minibussen zum Hafen und von dort gleich auf die Schiffe verfrachtet. Manchmal sind noch Formalien zu klären, aber insgesamt hat sich in den letzten Jahren der Transfer der Gäste deutlich beschleunigt, weil die örtlichen Behörden ebenfalls eine gewisse Routine im Umgang mit den Fremden entwickelt haben, die in Raja Ampat tauchen wollen.
Danach verlassen die Tauchschiffe möglichst zügig die Sorong Bucht und erste Tauchgänge können wenig später vor der Insel Batanta durchgeführt werden.

Nordroute

Beide Tourvarianten führen durch das Raja Ampat Kerngebiet, die Dampier Straße zwischen der langestreckten Insel Mansuar und Waigeo im Norden. Bei der Nordroute stehen diese Highlights am Anfang der Tour. Betaucht werden die Riffe im Bereich des Papua Dive Resorts und vor Waigeo mit großen Fischschwärmen und zwei Manta-Putzerstationen, wo man mit Glück sehr große Mantas beobachten kann. Danach folgen die Schiffe der Westküste von Waigeo weiter nach Norden und erreichen schließlich mit Wayag den nördlichsten Punkt des Raja Ampat Gebietes. Wayag ist ein fantastisches Mini-Palau mit vielen Kleinstinseln und Lagunen. Von dort geht die Reise meist über Fam und Gam zurück nach Sorong.

Raja Ampat Nordroute

Südroute

Schiffe, die die Südroute wählen, besuchen das zentrale Raja Ampat Gebiet auf der Rückfahrt. Oft wählen die Kapitäne die enge und relativ flache Meeresstraße zwischen dem Festland und Salawati, um auf dem schnellsten und kürzesten Weg die Top-Tauchgründe vor Misool zu erreichen. Dort bleiben die Tauchschiffe meherere Tage und tauchen bei Farondi, Daram und Wayil. Danach führt die Fahrt zurück nach Norden an Batantas Westküste vorbei in die Dampier Straße mit den bereits erwähnten Tauchplätzen im Umkreis des Papua Dive Resorts und endet schließlich in Sorong.

Raja Ampat Südroute

Raja Ampat & Ost-Halmahera

Eine weitere Raja Ampat-Variante ist eine Ausdehnung der Nordroute nach Osten. Dort trifft man auf die Molukkeninsel Halmahera. Die Ostseite dieser Insel ist bisher praktisch noch überhaupt nicht betaucht worden. In der Weda Bucht gibt es seit zwei Jahren ein Tauchresort, das im Laufe der Safari benfalls besucht werden kann. Da es in der Umgebung des Resorts auch paradiesvögel zu beobachten gibt, lassen sich hier auch Exkursionen an Land durchführen. Über die nördlichen Raja Ampat Inseln (Wayag, Kawe) führt die Route dann nach Sorong zurück.

Raja Ampat & Ost-Halmahera

Triton Bucht

Mit etwas Glück kann man auch an einer Tauchsafari in den Südosten des Vogelkopfs, zur Triton Bucht (Triton Bay), teilnehmen. Im Frühjahr 2006 hatte eine Expedition des WWF und Conservation International 52 neue Tierarten im Vogelkop-Gebiet entdeckt. Was der Öffentlichkeit damals allerdings nicht mitgeteilt wurde war die Tatsache, dass die Expedition neben dem Raja Ampat Gebiet auch die Triton Bucht zum Ziel hatte, die in den Augen der beteiligten Wissenschaftler die eigentliche Überraschung dieser Expedition im Hinblick auf die Artenvielfalt darstellte. Um die Bucht, die damals noch keinerlei Schutzstatus hatte, vor Plünderungen durch die auch in dieser abgelegenen Region allgegenwärtigen Fischtrawler zu schützen, einigte man sich auf völliges Stillschweigen über die Triton Bucht. Daher musste ich mich bei meinem ersten Besuch der Triton Bucht im Jahre 2007 auch verpflichten, keine präzisen Informationen über diesen neuen Hotspot der Artenvielfalt in Indonesien zu veröffentlichen.

Mittlerweile hat sich der Schutzstatus der Bucht verbessert und Conservation International hat am Eingang der Bucht – gleich gegenüber einem der besten Tauchplätze – eine dauernd besetzte Forschungsstation errichtet, die auch eine ausreichende Kontrolle des Gebietes sicherstellt. Da es aber immer wieder zu Auseinandersetzungen der Bewohner der Dörfer in der Triton Bucht mit Tauchschiffen kommt, sollte man sich vor einer solchen Fahrt genau über den aktuellen Stand informieren.
Die meisten Safarischiffe starten zu einer Fahrt zur Triton Bucht in Sorong. Getaucht wird vor Misool, den Pisang Inseln und schließlich in der Triton Bucht. Danach geht es wieder zurück nach Sorong. Vereinzelt wird auch Kaimana angefahren (unzuverlässige Flugverbindung) oder aber die Tour wird in Richtung Bandasee nach Westen fortgesetzt und endet in Ambon.

Raja Ampat & Triton Bucht

Cenderawasih Bucht

Tauchschiffe, die das ganze Jahr über im Raja Ampat Gebiet bleiben, bieten in den Sommermonaten auch Touren in die Cenderawasih Bucht im Norden von West Papua an. In den europäischen Sommermonaten ist hier das Wetter ruhiger und die Sichtweiten sind besser als im restlichen Raja Ampat Gebiet, wo man im Juli/August oft mit hohem Wellengang und schlechter Sicht rechnen muss.
Ausgangspunkt solcher Safaris ist wieder Sorong oder das an der Nordküste gelegene Manokwari. Neben Exkursionen zu den Stränden von Jamursba-Medi wo jedes Jahr in den Monaten Juli und August Lederschildkröten zur Eiablage kommen, stehen Wracktauchgänge und ein Besuch bei den stationären Walhaien in der Kwatisore Bay auf dem Programm.

Von Sorong zur Cenderawasih Bucht

Einmal im Leben – Tauchsafaris

Bandasee

Wie bereits einleitend beschrieben bieten sich besonders die Zwischenmonsunzeiten April/Mai und Oktober/November für außergewöhnliche Tauchsafaris an. Dann befinden sich die Schiffe auf ihrer jährlichen Wanderung von Ost nach West oder umgekehrt und es gibt die eine oder andere Möglichkeit vom Kurs abzuweichen.

Bandasee Durchquerung Gesamtstrecke

Der Klassiker unter diesen Touren ist die Bandasee Durchquerung, die von vielen Tauchschiffbetreibern auch in zwei Abschnitten angeboten wird. Die Touren beginnen im Herbst meistens in Maumere auf Flores (im Frühjahr in Sorong) und folgen der Nordküste von Flores nach Alor.

Von dort geht es an der Westküste von Wetar vorbei nach Nordosten zur Schlangeninsel Gunung Api. Gunung Api ist das indonesische Wort für Feuerberg, also Vulkan. Die kleine Insel ist Heimat einer großen Anzahl ultragiftiger, olivgrüner Seeschlangen, denen man beim Tauchen überall begegnet. Zweifellos keine Tauchgänge für Taucher mit schwachen Nerven! Danach geht die Fahrt in östlicher Richtung weiter zu den Penyu- und Lucipara Inseln, die Gipfel riesiger unterseeischer Vulkane, die aus Tiefen von über 4000 m bis knapp über die Wasseroberfläche emporragen.Im kristallklaren Wasser der Bandasee kann man mit Glück hier auch Großfische und Fischschwärme antreffen.

Danach erreicht man die Banda Inseln mit einer reichen Kolonialgeschichte, Muskanussplantagen und exzellenten Tauchplätzen. Die nächsten Ziele sind Nusa Laut im Süden der Insel Seram und zum Schluss Ambon mit ausgezeichneten Makro-Tauchplätzen in der Ambon Bucht.
In Ambon beginnt dann der zweite Teil der Bandasee Durchquerung. Oft machen die Schiffe dann einen erneuten Schwenk zurück zu den Banda Inseln und setzen von dort an der Ostküste von Seram vorbei ihre Fahrt in nördlicher Richtung fort. Ab Misool folgt das Schiff dann meist dem Weg der normalen Raja Ampat Südroute bis nach Sorong. Einzelne Schiffe bieten auch noch einen Schwenk zur Triton Bucht an. Man sollte daher die Routen genau vergleichen.

Bandasee Durchquerung (Ambon nach Maumere)

Bandasee 1 Von Ambon nach Banda

Bandasee 2 Von Banda nach Gunung Api

Bandasee 3 Von Wetar nach Maumere

Der wilde Osten: Die vergessenen Inseln

Die seit 2011 von einigen Tauchschiffen angebotenen Fahrten zu den ‘Vergessenen Inseln Indonesiens‘ stellen ebenfalls eine Variante der Bandasee-Durchquerung dar.
Als die vergessenen Inseln Indonesiens bezeichnet man nach einem 1995 erschienenen Buch (Nico de Jonge, Toos van Dijk, Forgotten Islands of Indonesia: The Art & Culture of the Southeast Moluccas, Singapore 1995) die Inseln der südöstlichen Molukken (Maluku Tenggara). Es handelt sich dabei um kein eng definiertes Gebiet sondern um eine Inselkette, die sich über eine Länge von fast 1000 km von Timor aus weit nach Osten bis West Papua auf der Insel Neuguinea zieht. Diese wenig entwickelten und gering bevölkerten Inseln liegen weit abseits der bekannten Reiserouten. Da sie bisher weder wirtschaftlich noch touristisch von irgendeinem Interesse waren, leben die Menschen dort mehr oder weniger isoliert von Indonesien und der restlichen Welt vor sich hin.

Die vergessenen Inseln

Tauchsafaris zu den vergessenen Inseln haben derzeit noch stark explorativen Charakter. Man muss wissen, dass man sich hier auf ein echtes Abenteuer einlässt, da bisher noch keine Kenntnisse der Tauchplätze vorliegen. Getaucht wird an potentiell interessanten Plätzen. Man muss aber immer darauf gefasst sein, dabei auch die eine oder andere Niete zu ziehen. Die Touren enden meist auf der Insel Tanimbar. Von dort kann man leicht über Ambon wieder ausfliegen.
Von Tanimbar aus geht die Fahrt dann über die Kei- und Watubelo-Inseln nach Norden durch das Raja Ampat Gebiet nach Sorong.

Raja Ampat & Seramsee

Eine weitere Variante der Bandasee-Durchquerung zieht die Molukkeninsel Halmahera und manchmal auch die Norküste von Seram mit in den Tourverlauf ein. Im Frühjahr beginnt die Safari in Sorong. Nach einer Nachtfahrt wird Misool mit seinen Weltklasse-Tauchplätzen erreicht. Danach wird die Fahrt nach Seram fortgesetzt, wo es an der Nordküste sehr schöne Tauchmöglichkeiten gibt. Nach Seram geht es dann wieder nach Norden über die Pisang-Inseln zur Südspitze von Halamahera mit großen Fischschwärmen und guten Makro-Tauchplätzen. In der Manta Bucht bei den Goraici-Inseln gibt es die Chance Mantas zu sehen. Der erste Abschnitt der Tour endet in Ternate. Von dort lässt sich die Safari nach Süden fortsetzen mit Tauchen vor Seram und in Ambon.

Raja Ampat & Seramsee

Tauchsafaris im Süden von Sulawesi

Nur in der Zwischenmonsunzeit von April bis Mitte Mai und Oktober bis Mitte November lassen sich in Indonesien die Inseln im Süden und Südosten von Sulawesi einigermaßen sicher betauchen. Während der restlichen Zeit liegen viele der interessantesten Riffe des Taka Bonerate und Tukang Besi Archipels (Wakatobi) wegen ihrer exponierten Lage im direkten Einflussbereich der Monsunwinde. Diese konstant wehenden Winde haben zur Folge, dass sich sehr hohe Wellenberge aufbauen, die ein sicheres Ankern und Tauchen wenn nicht unmöglich so aber doch sehr riskant machen.

Zur Inselwelt im Süden und Südosten Sulawesis gehören die Insel Selayar, das Taka Bonerate Archipel, die Insel Buton, das Tukang Besi Archipel und einige verstreute Inseln vulkanischen Ursprungs, die sich aus Meerestiefen von bis zu 3000 m zwischen dem Taka Bonerate Archipel im Westen und den Tukang Besi Inseln im Osten erheben.

Die exponierte Lage dieser Inseln hat zur Folge, dass bisher nur wenige Taucher diese abgelegenen Inseln besuchen konnten. Jacques Cousteau war in den 80iger Jahren hier. Er kam zu dem Ergebnis, hier das “möglicherweise beste Tauchgebiet der Welt” gefunden zu haben.

Seit einigen Jahren werden große Teile dieses Gebietes vom Wakatobi Dive Resort monopolisiert. Mithilfe der lokalen Machthaber und sicherlich auch der einen oder anderen Zuwendung an die örtliche Polizei ist es dem Resort gelungen, lästige Konkurrenz von Safarischiffen aus der Wakatobi-Region herauszudrängen. Trotz dieser Belästigungen findet man aber immer noch Anbieter, die vereinzelte Touren auch in dieser Region anbieten.

Drei mögliche Tourvarianten bieten sich an:

Die südlichen Inseln

Diese Safari führt von Kendari aus zuerst nach Pasarwajo, wo erstklassige Critter-Tauchplätze zu finden sind. Die Wände von Hoga bieten danach sehr gute Riff-Tauchgänge mit der Möglichkeit, auch Schwarm- und Großfische zu sehen. Früher betauchten wir danach die Riffe des Wakatobi Dive Resorts.
Vermutlich ist das derzeit wegen der oben beschriebenen Situation nur eingeschränkt möglich.

Danach führt die Fahrt über Batuata zur unbewohnten Insel Kakabia mit ausgezeichneten Hochsee-Tauchplätzen. An der Nordseite des Taka Bonerate Atolls mit schön bewachsenen Steilwänden geht es dann weiter nach Westen bis zur Küste von Selayar. Hier findet man sehr schöne Tauchplätze in der Umgebung des Selayar Dive Resorts, wo man sich im Gegensatz zum Wakatobi Dive Resort über Gäste freut.

Die Tour endet im strömungsreichen Bira mit der Möglichkeit am Cape Bira und vor Pulau Kambing Haie zu beobachten.

Die östliche Atolle

Im Osten der Tukang Besi Inseln in Indonesien liegen über ein großes Areal verstreut weitere kleine Inseln und Atolle. Jacques Cousteaus Basecamp befand sich auf Moromaho, einer kleinen Insel, die sich am östlichsten Rand dieser Inselgruppe befindet. Von hier aus erforschte er die Tauchgründe der Region.

Auch diese Safari beginnt in Kendari, führt dann aber weiter nach Osten in die Bandasee zu den einsam gelegenen Atollen Ronduma, Karang Kohomaha, Karan Koka bis zur Inseln Moromaho.

Danach folgen Tauchgänge in Hoga, Kakabia oder Batuata bis man auf die Südspitze von Selayar stößt. Von hier führt die Tour an der Ostküste von Selayar entlang nach Bira zurück.

Der tiefe Süden

Diese Tour führt von Bira aus an der Ostküste Selayars entlang nach Süden. Von dort es geht an der Nordküste des Taka Bonerate Atolls entlang weiter nach Osten, um die steilen Wände vor Kakabia zu betauchen. Weiter südlich folgen Tauchgänge vor Kaunadi, um dann im weiten Bogen an der Insel Madu vorbei wieder nach Norden zu fahren.

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