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Raja Ampat zum kleinen Preis

Grand Komodo bietet im Dezember Raja Ampat Spezialangebote an. Für einen 7-tägigen Tauchaufenthalt, inkl. Transfer von Sorong nach Mansuar und einer Tour um Paradiesvögel zu beobachten, bezahlt man im Dezember 10% weniger.
Link: http://www.komodoalordive.com/RADLDecember2011.shtml

Bangka droht Umweltkatastrophe

Die Insel Bangka vor der Nordostspitze von Sulawesi ist seit vielen Jahren ein beliebtes Reiseziel von Tauchern und Schnorchlern, die etwas abseits von den touristischen Schwergewichten Manado und Lembeh Südseeidylle genießen wollen. Mittlerweile gibt es in dem Gebiet 7 verschiedene Resorts für Taucher und Nichttaucher, die den Einheimischen Beschäftigungsmöglichkeiten bieten und vielfach auch in Community-Projekten engagiert sind.

Damit könnte nun bald Schluss sein. Das chinesische Bergbauunternehmen PT Mikgro Metal Perdana hat nämlich vor, sowohl im Meer vor Bangka als auch auf der Westseite der Insel im Tagebau den eisenerzhaltigen Sand abzubauen. Das Unternehmen hat von den regionalen Behörden die Erlaubnis erhalten, ein 2000 ha großes Areal für den Bergau zu nutzen. Wenn man bedenkt, dass Bangka gerade mal 4800 ha groß ist, kann man sich vorstellen, welche desaströsen Auswirkungen der beabsichtigte Bergbau auf die kleine Insel haben wird: Die westliche Hälfte wird praktisch in eine Mondlandschaft  verwandelt und die Lebensgrundlage der dort lebenden Menschen zerstört. Die Einwohner von drei Dörfern im westlichen Teil der Insel sollen umgesiedelt werden.

Am vergangenen Donnerstag demonstrierten bereits zum zweiten Mal 400 Einwohner der betroffenen Dörfer und Resorts vor der Distriktverwaltung in Airmadidi.  Sie berufen sich auf indonesische Gesetze, die ausdrücklich Bergbau auf kleinen Inseln wie Bangka untersagen und warnen vor den Auswirkungen des Unterwasserbergbaus auf die umliegenden Riffe. Selbst der Bunaken Nationalpark und die Biodiversitätshotspots in der Lembeh Straße könnten von den aufgewühlten Sedimenten in Mitleidenschaft geraten.

Wie so oft bei derartigen Projekten in Indonesien dürfte auch hier wieder Korruption im Spiel sein. Jakarta ist weit weg und wenn vor Ort korrupte Politiker grünes Licht für Umweltzerstörungen geben, ist es in Indonesien erfahrungsgemäß schwer, rechtzeitig die Reißleine zu ziehen. Da das chinesische Unternehmen noch in diesem Jahr mit dem Abbau beginnen will, ist Eile geboten.

Die betroffenen Ortschaften unterstützt von NGOs und den Resorts auf Bangka organisieren nun auch den Widerstand gegen das Bergbauprojekt im Internet. So wurde eine gemeinsam verfasste Resolution im Internet veröffentlicht, die man online unterzeichnen kann und bei Facebook gibt es mittlerweile die offene Gruppe Safe Bangka Island Petition – Stop the mining!

Erdbeben vor Bali

Heute hat ein ziemlich heftiges Erdbeben Bali erschüttert. Erste Berichte sprechen von mehreren Verletzten und Schäden an Gebäuden. Das Epizentrum des Bebens soll nur 100 km südwestlich von Bali in 35 km Tiefe gelegen haben. Über die gemessene Stärke liegen unterschiedliche Angaben vor. Während die USGS eine Stärke von immerhin 6,1 angibt, wollen indonesischen Behörden eine Stärke von 6,8 auf der Richter Skala gemessen haben. Das Erdbeben war zu schwach, um einen Tsunami auszulösen. Von Nachbeben ist bisher nichts bekannt.